Die KKGS hat Talente - Finale des Schools Cup 2019

Berlin hat Talent - Die KKGS hat Talente

Ein Bericht von Joshua Strehl (Klasse 5b)

ISTAF Indoor Finale

Das Schools Cup Finale 2019 wurde am 01.02.2019 im Rahmen des Indoor ISTAF in der Mercedes-Benz-Arena ausgetragen. Dies ist eine Mehrzweckhalle im Ortsteil Friedrichshain. Dort finden Sportveranstaltungen wie Eishockey und Basketball oder Konzerte sowie sonstige Events statt. Es haben bis zu 17.000 Zuschauer Platz. Mit den Klatschpappen, die auf jedem Sitz ausliegen, machen diese dann ordentlich Bamboule.

Der 50m Lauf der 2008er Jungen ist für 17:00 angesetzt, um 15:00 soll ich vor Ort sein. Es bleibt daher nach der Halbjahreszeugnisvergabe noch viel Zeit. Also ab nach Hause, Nudeln kochen und mit Ei und Geflügelwiener in der Pfanne anbraten und erstmal gechillt essen. Dann die Tasche packen und .. hm, schon mal warm laufen? Nee, zu früh. Egal, schadet nicht. Also ein paar Mal den Flur hin und her. Reicht. Und jetzt ein wenig YouTube zum Relaxen bis Papa kommt.

Um 13:54 treffen mein Papa und ich uns mit Herrn Rasmus am S-Bhf Schichauweg. Von dort fahren wir bis Friedrichstraße und steigen um in Richtung Warschauerstraße. Vom S-Bhf laufen wir dann noch fünf Minuten und sind kurz vor 15:00 am separaten Eingang für die Teilnehmer des Schools Cup. Drinnen bekommen wir Eintrittskarten sowie mein hellgrünes Teilnehmer-Shirt und ich werde einem älteren Mädchen zugeteilt, Lisa, die alle 2008er Jungs vor dem Rennen betreut. Nach und nach trudeln meine fünf Konkurrenten dann auch ein. Wir verabschieden uns von unseren Trainern und Eltern und folgen Lisa in eine große Umkleidekabine. Und zwar in die von den Eisbären, dem Berliner Eishockeyverein. Cool! Umziehen und los geht's zum Warm-Up in einen Raum mit einer zweispurigen Tartanbahn. Dort werden sich nach uns auch meine Kollegen, die Profi-Athletinnen und Athleten des Indoor-ISTAF, erwärmen für den Wettkampf. Anschließend schauen wir uns die richtige Halle an. Sieht eigentlich eher klein aus von hier unten. Jetzt noch mal in die Kabine und etwas trinken und individuell warm halten. Dann geht's wieder in die Halle, ein paar Runden laufen mit allen Teilnehmern der Einzelrennen und der Pendelstaffeln. Plötzlich sehe ich meinen Vater und Herrn Rasmus hinter der Absperrung auf der Tribüne. Wir quatschen kurz und ich posiere für ein paar Fotos. Je mehr Zuschauer schließlich kommen, desto größer wirkt die Halle. Okaaaaay… so langsam bin ich dann doch ein wenig aufgeregt.

Es ist soweit. Die Einzelrennen der 2009er und 2008er der Mädchen und Jungs starten. Alle, die nicht laufen, warten mit ihren Betreuerinnen in dem Gang zur Halle hin. Dort steht auch eine Interviewwand und hängt ein Monitor, auf dem das Geschehen übertragen wird. Ich verfolge also drei Läufe über den Monitor und werde dann selbst zu meiner Startbahn geführt. Bahn 5. Hellgrünes Shirt. Das bin ich. Ich stelle meinen Startblock ein. Links einmal meine Fußlänge und einmal meine Handlänge. Rechts zweimal meine Fußlänge und einmal meine Handlänge. Passt. Fertig.

Unter der Kuppel der Halle hängt ein riesiger Videowürfel. Wir werden der Reihe nach vom Stadionsprecher vorgestellt und oben ausgestrahlt. Der Typ spricht meinen Nachnamen leider falsch aus. Macht nix. Lernt er noch. Und dann ist Schluss mit Lustig. „Auf die Plätze.“ Ich trete zu meinem Startblock und knie mich in Position. Hände hinter die Linie. „Fertig.“ Ich verlagere mein Gewicht auf die Arme und hebe meine Hüfte über Schulterhöhe. „Peng!“

„Zaaaaawwwuuuuuuuusssssssssscccccccccccchhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!“

7,83 Sekunden, 50m. Zweiter Platz. Silbermedaille.

Danach laufen die Pendelstaffeln. Im Anschluss bekommen wir unsere Medaillen und Urkunden verliehen von irgendeinem Offiziellen. Und abermals spricht der Stadionsprecher meinen Nachnamen falsch aus. Vielleicht lernt er es doch nicht. Von der Seitenlinie sehe ich noch den Maskottchen-Lauf und dann bringt uns Lisa in den Zuschauerblock zu meinem Papa und Herrn Rasmus. Hände werden geschüttelt, Glückwünsche ausgesprochen, Selfies geschossen. Nebenbei messen sich meine Kollegen, die Profi-Athleten, in der Arena in Weitsprung, Stabhochsprung (voll krass!) und 60m Sprint. Mein Papa und ich wechseln den Zuschauerblock zu seinem Freund, der dort auch das ISTAF verfolgt mit seiner Tochter und ihrem Leichtathletikverein TuSLi. Dort werde ich um Autogramme gebeten. Mach ich gerne, Ehrensache.

 

Tschüss