„Naturgucker“ am Herthateich

Mit Sense, Schere und Säge den Herthateich freilegen – Die „Naturgucker“ in Aktion 

Zehn Schülerinnen und Schüler des WUV-Kurses „Naturgucker“ und vier Ehrenamtliche von der Umweltinitiative Teltower Platte – dazu reihenweise Astscheren, Harken, Heugabeln, Sägen und einen Sack voll Handschuhe: Arbeitsmaterial zum Zurückschneiden des dichten Röhrichts am Herthateich, ein nach dem Mauerfall renaturiertes kleines Gewässer unweit des Kirchhainer Wäldchens, direkt an der Stadtgrenze.

Mit dem Mauerbau vor fast 60 Jahren wurde das kleine und seinerzeit im Wald gelegene Gewässer zugeschüttet. Schon kurz nach dem Mauerfall 1989 wurde der Teich wieder freigelegt, und schnell fanden sich Enten, Frösche, Kröten und andere Wasserbewohner ein. Pflanzen wie Schilf und Rohrkolben entwickelten sich mit der Zeit zu einem immer dichteren Röhricht und ließen vor allem nach dem trockenen Sommer im letzten Jahr die Wasserfläche stark schrumpfen. Höchste Zeit also, das Röhricht auszulichten. Mit Sense und großen Gartenscheren zogen die Schüler an den Teich – manche standen sogar bis zu den Waden im Wasser. Mühsam wurden die Pflanzen abgeschnitten, mit Harken an Land gezogen und zu Haufen abseits des Wassers aufgetürmt. Im Eifer der Arbeit lief so mancher Gummistiefel voll Wasser. Am Ufer wurden zudem junge Gehölze und kleine Bäume abgesägt. Nun fällt wieder genügend wärmendes Sonnenlicht aufs Wasser, das Kinderstube von Teichfröschen und Erdkröten ist. Und auch Erholungsuchende, die auf dem Mauerweg unterwegs sind und den Herthateich entdecken, können wieder einen ungehinderten Blick auf das Wasser werfen.

Naturgucker am Herthateich
Naturgucker am Herthateich